Tiger Resources Ltd.

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Unternehmensdaten

300x150tiger
Branche:
Kupferproduktion Kongo
Web:
Börsen:

Aktuell vom Handel ausgesetzt

ASX: TGS
FSE: RH8


ISIN: AU000000TGS2

Aktienanzahl:
2.190 Mio.

Market Cap:
Kein Handel
Kontakt:
Caroline Keats, Managing Director & CEO
Tel. +61 (8) 6188 2000
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Adresse:
1 Havelock Street
West Perth, WA 6005, Australien

Unternehmensbeschreibung

Betreiber der Kupfermine Kipoi im Kongo

Die australische Tiger Resources betreibt die Kupfermine Kipoi in der Demokratischen Republik Kongo. Bereits Ende 2013 begann Tiger mit dem Betrieb seiner Haufenlaugungsanlage und kaufte im Jahre 2014 für einen Cashbetrag von 111 Millionen Dollar die restlichen 40% Projektanteil von der kongolesischen Gécamines. Seitdem ist der Verschuldungsgrad von Tiger kräftig angestiegen und erhöhte sich auf Grund von Expansions- und Überbrückungsfinanzierungen auf über 200 Millionen Dollar. Zusätzlich zum Kupfervorkommen hat Tiger auch noch eine Kobalt Ressource auf Kipoi, die laut einer vorhandenen Studie mit ca. 22 Millionen Dollar Investitionssumme und dem Bau einer kleinen Verarbeitungsanlage abgebaut werden könnte. Dieses Metall wurde von der EU und einigen anderen Wirtschaftsnationen offiziell als strategischer Rohstoff eingestuft. Um auch die europäische Öffentlichkeit zu überzeugen, daß der theoretische Gesamtwert aller Teilprojekte von Tiger Resources deren Verbindlichkeiten sogar deutlich übersteigt, präsentierte der inzwischen nicht mehr amtierende Chairman David Frances persönlich auf einem von AXINO im Januar 2019 organisierten Aktionärstreffen in Deutschland und Schweiz die vorgesehenen Maßnahmen und Ziele. 2019 sollen neue Ressorcen- und Reservenschätzungen und ein neuer Minenplan vorliegen. Schon jetzt besteht Aussicht auf ein Minenleben bis 2031.

Investment Case

Im Februar 2017 geriet Tiger Resources in wirtschaftliche Schwierigkeiten. Das Unternehmen musste bekanntgeben, dass sowohl die Tank- als auch die Haufenlaugung auf Kipoi nicht die geplante Leistung erbrachte, was auf verschiedene technische Probleme zurückzuführen war. Diese Entwicklung hatte erhebliche, negative Auswirkungen auf den Cashflow des Unternehmens, sodass die Gefahr bestand, dass Tiger mit der Bedienung seiner doch deutlich angestiegenen Verbindlichkeiten in Verzug geraten könnte und im schlimmsten Fall sogar eine Insolvenz drohte. Tiger befindet sich seitdem in einem umfassenden Restrukturierungs- und Rekapitalisierungsprozess und verfolgt alle Möglichkeiten, die im Interesse der Aktionäre liegen.

Die Aktie wurde daraufhin freiwillig und auf unbestimmte Zeit im Februar 2017 vom Handel ausgesetzt, um den Parteien Gelegenheit zu geben, zu einer Lösung zu kommen, aber auch um es Tiger Resources zu ermöglichen, eine Prüfung aller Aspekte des Minenbetriebs durchzuführen, um auch die operative Seite unter neuem Management wieder in den Griff zu bekommen. Zunächst wurde der Bergbauingenieur Brad Sampson zum CEO und Managing Director von Tiger Resources bestellt. Unter ihm wurden erste Restrukturierungsmaßnahmen eingeleitet, um den Kupferproduzenten vor der Insolvenz zu retten. 2017 übernahm dann David Frances das Ruder beim Kupferproduzenten als Chairman. Mit Anvil Mining konnte er im Jahre 2010 bereits viele Erfolge im Kongo erzielen. Er konnte feststellen und wohl auch überzeugen, daß es sich für Investoren durchaus lohnt, Tiger Resources weiter die Stange zu halten. Die inneren Werte der einzelnen Tiger-Projekte sind nämlich richtig gut. Mitte 2019 übernahm der langjährige Tiger-Manager Mike Griffiths vorläufig den Unternehmensvorsitz.

Tiger‘s Hauptkreditgeber, bestehend aus dem Konsortium Taurus Finance, IFC (Weltbank) und RCF Resource Capital Fund, waren bisher immer bereit, das Unternehmen bei seinen Turnaroundbemühungen zu unterstützen. Fällige Zins- und Tilgungszahlungen wurden mehrfach gestundet bzw. kapitalisiert. Zuletzt schoss QMetco, ein Partnerunternehmen von Taurus, Fremdkapital über 30 Millionen USD zu (mit Wandlungsrecht). QMetco soll dabei auch Marketingaufgaben übernehmen, und Abnahmealternativen für Kupfer- und Koblatprodukte auszuhandeln. Bisher war Gerald Group damit vertraut. 

Seitdem setzt das Unternehmen die Betriebs- und Cashflow-Verbesserungen auf ihrem Kupferprojekt fort. Initiativen zur Verbesserung des Durchsatzes aus der Tanklaugung wurden eingeleitet. Nachdem die bestehenden niedrig-haltigen Lagerbestände an Haufenlaugungsmaterial auf Kipoi vollständig aufgebraucht wurden, konzipierte das Unternehmen einen Versuchsabbau und die Aufbereitung des Erzes auch aus Kipoi North, um höhergradiges Haufenlaugungsmaterial zu generieren und um damit die Kapazität der Einrichtung zur Aufschichtung des Erzes im Haufenlaugungsbecken produktiv auszunutzen. Das Unternehmen hat seit einiger Zeit erhebliche Schwierigkeiten mit der Leistung der Auftragszerkleinerung und hat folglich eine größere semipermanente elektrische Zerkleinerungsanlage installiert. Der Brecher wurde zusammengebaut und wird derzeit in Betrieb genommen. Die Anlage hat eine nominale Kapazität von 400 Tonnen pro Stunde. Die tägliche Zerkleinerung hat sich im Durchschnitt von ca. 200 tpd (Tonnen pro Tag) auf ca. 2.000 tpd erhöht und wird voraussichtlich auf 4.000 tpd ansteigen, sobald die Inbetriebnahme im 3. Quartal 2019 abgeschlossen ist. Der Betrieb eines elektrischen Brechers ist wirtschaftlicher als die bisher eingesetzten dieselbetriebenen Einheiten. Aufgrund der großen Menge Feinerz (-5 mm) (ca. 600.000 Tonnen), die auf Kipoi von früheren HMS-Betrieben auf Halde geschüttet wurde und bei den jüngsten Zerkleinerungs- und Siebarbeiten anfiel, wurde festgestellt, dass eine Technik zur Aufbereitung dieses Materials neben einem vorhandener Tanklaugungsbetrieb benötigt wird. Die Laugung in Laugungsbecken war die Technik, die gewählt wurde, um die Aufbereitung dieses "Feinerzes“ zu verbessern, und die Zwischenergebnisse aus Laugungsbecken 1 zeigten sehr ermutigende Ausbringungsraten für Kupfer, wie hier berichtet. Die Laugung in Becken 2 hat begonnen, und Becken 3 ist zur Füllung mit Feinerz bereit. Die Ergebnisse dieser Becken werden zu gegebener Zeit berichtet. Mit der Umstellung von TSF1-Erzschlamm auf aufgehaldetes Feinerz als Beschickungsmaterial für den Tanklaugungskreislauf verzeichnete das Unternehmen einen erheblichen Rückgang der Beschickungsraten (von 90-100 tph auf 30 tph). Dies wurde dadurch verursacht, dass das vorhandene System zur Rückgewinnung von Erzschlämmen nicht geeignet war, große Schwankungen der Partikelgröße innerhalb der „Feinerze“ auszugleichen, um eine kontinuierlich geregelte Zufuhr zum Tanklaugungskreislauf zu ermöglichen. Wie im 1. Quartal 2019 berichtet, beabsichtigte das Unternehmen, Initiativen zur Erhöhung der Zufuhrrate zur Tanklaugung zu prüfen. Zu diesem Zweck wurde mit dem Bau einer Feinerz-Wiederaufbereitungsanlage begonnen. Laut Erwartungen wird die Anlage die derzeitige Zufuhrrate von 25 bis 30 tph auf kontinuierlich 85 bis 90 tph erhöhen und soll im dritten Quartal 2019 fertiggestellt und in Betrieb genommen werden. Die erwarteten Kosten für die Fertigstellung dieses Projekts betragen 2,4 Mio. USD, und das Projekt ist derzeit auf dem Weg, die Anlage innerhalb dieses Budgets zu liefern. 

Verbesserung des Durchsatzes und höhere Produktion ist bei zuletzt steigenden AISC bis derzeit 5,85 USD/Pfund dringend geboten. Durch die Kupferlaugung generieren die Kipoi-Anlagen auch llukratives Kobalt. Das Management prüft derzeit die Möglichkeit, das in Lösung vorkommende Kobalt ebenfalls zu gewinnen, um ein absatzfähiges Produkt herstellen zu können. Die erforderlichen Studien dazu sollen 2019 abgeschlossen sein. Kobaltproduktion wird für Mitte 2020 angepeilt. Bis dahin könnte auch der Kobaltpreis wieder deutlich zulegen. Der bald erwartete neue Minenbetriebsplan, der sogenannte Live of Mine Plan (LOMP), soll neben der Kupferproduktion auch die Herstellung von Kobalt in Betracht ziehen. 


Tiger Resources hatte für das Geschäftsjahr 2017 kein zufriedenstellendes Ergebnis ausgewiesen. Mit 17.630 Tonnen Kupferkathoden Jahresproduktion erreichte das Unternehmen immer noch nicht das erforderliche Produktionsziel. Allerdings konnte man im Geschäftsjahr 2018 mit einem 9%-Plus und 19.199 Tonnen bereits eine deutliche Verbesserung erkennen, wobei das Endergebnis noch nicht feststeht. Zudem hofft Tiger auf einen anziehenden Kupferpreis, der zuletzt auf etwa 5.700 USD pro Tonne zurückfiel. Inzwischen sollen die Märkte erkennen, dass auch dieses Metall vom Boom der Elektromobile profitieren wird. Kupfer ist wesentlicher Bestandteil in allen Lithium-Ionen-Batterien und Kobalt ist für deren Kathoden notwendig. All diese Indikatoren dürften einst die in Hong Kong ansässige Investmentgruppe Sinomine Fuhai Overseas Resource Investment Co. Ltd animiert haben, die Kupfermine Kipoi und weitere Assets von Tiger zu 100% zu übernehmen. Im Gegenzug hätten die Chinesen sämtliche Schulden des Kupferproduzenten vollständig übernommen. Die bereits unterzeichneten Verträge, ein sogenanntes Share Purchase Agreement und ein Royalty Deed, wurden nach eingehender Prüfung am 30. Juni 2018 seitens Tiger wieder gekündigt.


Das Management fokussiert sich auf die weitere Restrukturierung und Rekapitalisierung des Unternehmens. Bis zur Fertigstellung des neuen Minenbetriebsplanes werden zwei Bohrprogramme zur Gehaltskontrolle, sowie für metallurgische Testarbeiten durchgeführt. Mit dem LOMP ist eine Kapitalmaßnahme sicherlich einfacher und vielleicht gelingt es dem neuen Management von Tiger die Werthaltigkeit des Kupfer- und Kobaltvorkommens zu dokumentieren. Deshalb glaubt das Team um David Frances auch, dass es für Tiger besser ist, die Kursaussetzung an der Australischen Börse (ASX) aufrecht zu erhalten. Eine zu frühe Aufnahme des erneuten Aktienhandels könnte unter Umständen den Restrukturierungsprozess negativ beeinflussen. So lange nicht klar ist, wie wertvoll die Projekte von Tiger sind und mit welcher Dauer und Ertragsstärke auf Kipoi Kathodenkupfer produziert werden kann, wäre das Risiko einer möglichen Fehleinschätzung der Kapitalmärkte zu groß. Eventuell würde der Aktienkurs erst einmal eine Talfahrt hinnehmen müssen. In solch einem Szenario wäre dann eine Kapitalaufnahme zur Entschuldung des Unternehmens im Interesse der Altaktionäre nahezu unmöglich. Deshalb geht das Management davon aus, dass das geplante strategische Vorgehen im Interesse der Aktionäre von Tiger ist. Allerdings kann der Turnaround nur dann gelingen, wenn auch weiterhin die Kupferproduktion verbessert wird, der Kupferpreis auf attraktivem Preisniveau bleibt und es keine weitere größere Produktionsbeeinflussung mehr gibt. Die Zukunft wird zeigen, ob Tiger Resources überleben und an die Börse wieder erfolgreich zurückkehren kann.

Management

Michael Griffiths
Chairman & Non-Executive Director

Ms Griffiths is a qualified geologist, a Fellow of AusIMM and a graduate of the Australian Institute of Company Directors. Mr Griffiths has more then 35 years of experience in the minerals and energy sector in Australia and Africa, and adds valuable technical expertise and corporate skills to Tiger's Board.

Michael Anderson
Non-Executive Chairman

Mr Anderson has over 25 years industry experience, largely in southern Africa and Australia. His career commenced as a geologist with Anglo American, followed by roles in the metallurgical and engineering industries with Mintek, Bateman and Kellogg Brown & Root. He subsequently held senior management positions including Corporate Development Manager at Gallery Gold Limited, and Managing Director at Exco Resources Limited, where he oversaw the successful development of the White Dam Gold Project, and the sale of the Company's Cloncurry Copper Project to Xstrata.

He joined Taurus Funds Management as a Director in August 2011 where his role comprises origination, due diligence and management across a range of the firm's equity and debt investments. Mr Anderson has served as Taurus' nominee on the boards of a number of private and publicly listed companies and is currently a Non-Executive Director of Alliance Mining Commodities, Hot Chili Limited and QMetco Limited.

Mr Anderson is the nominated Chairman by Taurus Managment Fund Pty Limited, one of the Company's Senior Lenders.


Rachel Johnston
Non-Executive Director

Ms Johnston is a sustainability professional with experience in mining from exploration through to production. She has lived in Francophone Africa for over 25 years and is fluent in French. Previous industry related positions include Administration Manager and then CEO of Sahara Geoservices based in Burkina Faso, West Africa. Later she joined Truegold Mining Corporation as CSR Manager, and most recently Endeavour Mining Corporation as Regional CSR Coordinator for West Africa. Through these roles Ms Johnson has obtained extensive practical experience of the social, administrative, management, government and labour relations issues that arise in the development and operation of African mining projects.

Before joining the mining sector, Ms Johnston managed community humanitarian and development projects in the Democratic Republic of Congo and Burkina Faso. She has an MSc in International
Development Management.

Ms Johnston is the nominated Director of Taurus Management Fund Pty Limited, one of the Company's Senior Lenders.

Caroline Keats
Managing Director & CEO

Ms Keats has 20 years of corporate and commercial experience and has served in various executive roles. For nearly 15 of those years she worked in the mining industry in Australia and foreign jurisdictions. Prior to working on the corporate side, she was with both a top-tier national law firm, as well as a boutique mining law firm.

Ms Keats is a seasoned business executive who brings significant corporate, commercial and operations experience to this role. In particular, her background with African mining operations, and specifically her work within the DRC, will be vital as she continues to drive the Company through the restructuring process.
 

David Wrigley
CFO (by November 2019)

Mr Wrigley joined Tiger Resources in June 2017 as an accomplished senior finance executive with 20 years' experience in international listed and private entities across multiple industry sectors. He brings extensive experience in the resources industry, business transformation, strategy implementation and corporate governance.

Mr Wrigley's previous experience includes CFO and senior finance executive roles for CuDeco Limited, Consolidated Minerals, Alacer Gold Corporation, Singapore Power's Australia subsidiary Jemena and Alinta Limited and commenced his professional career with PwC in Australia and the USA.

He is a member of the Institute of Chartered Accountants in Australia and New Zealand and a graduate of the Australian Institute of Company Directors.


Jozsef Patarica
COO

Mr Patarica has more than 26 years experience in Australia, West Africa and South America across multiple disciplines including executive and general management, project development and business improvement. His most recent COO role was with Mineral Deposits Limited (ASX:MDL), which held a 50% interest in the TiZir Joint Venture with ERAMET of France. The TiZir joint venture owned 90% of the Grande Côte mineral sands operation (GCO) in Senegal, West Africa and 100% of the TiZir ilmenite upgrading facility in Tyssedal, Norway.

Prior to joining MDL, he was Managing Director/CEO of Bassari Resources Limited (ASX:BSR), focused on discovering and developing multi-million-ounce gold deposits in the Birimian Gold Belt, Senegal, West Africa.

Mr Patarica has also been involved in developing and operating mining operations across major mining centres in Australia with Newcrest Mining (Cadia Hill Gold Mine), Placer Dome Asia Pacific (Corporate & Project Development Group), and Northgate Minerals Corporation (Fosterville Gold Mine).

Videos

Downloads

TGS Prsentation Aktionrstreffen Deutschland und Schweiz 01 2019

Unternehmenspräsentation - Aktionärstreffen Deutschland & Schweiz - 01-2019

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